Karrierewege

Medizinphysiker bei PTW

Tino Ebneth

 

Studium: Biomedizintechnik, Medizinphysik

Aktuelle Position: Leiter der DOSIMETRY SCHOOL

Einsatzort: Freiburg, Deutschland

 

„Als Medizinphysiker bin ich Bindeglied zwischen Medizin und Technik und kann meinen Teil dazu beitragen, schwerkranken Menschen zu helfen.“

 

Warum ich Medizinphysiker wurde und
wie ich zu PTW kam.

 

 

Erfahren Sie mehr über Tinos Karriereweg.

Ich habe an der Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften in Gießen zunächst Biomedizintechnik studiert, weil ich die Inhalte interessant fand und mir der medizinische Bereich zukunftsorientiert erschien. Während des Studiums habe ich mich auf die Messung von Strahlung spezialisiert und meine Diplomarbeit beim GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt verfasst. Direkt nach dem Studium habe ich dann zunächst für einen Hersteller von Linearbeschleunigern gearbeitet. Die Möglichkeit der Weiterbildung zum Medizinphysiker ergab sich an einer Privatklinik in Augsburg, wo ich später auch die Medizinphysik-Abteilung geleitet habe. Dort war ich tätig, bis ich 2008 zu PTW kam.

Ich war zunächst als International Sales Manager im Vertrieb tätig. Dabei ist mir aufgefallen, dass es zu wenige Schulungsmöglichkeiten gibt, die Medizinphysikern zur Verfügung stehen. Als ich der Geschäftsführung meine Idee vorstellte, Seminare, Workshops und Trainings anzubieten, haben wir die DOSIMETRY SCHOOL ins Leben gerufen und zunächst probeweise eingeführt. Heute ist sie fest etabliert. Die PTW DOSIMETRY SCHOOL bietet weltweit sehr breitgefächerte Lehrgänge an. In Anfänger-Kursen wird den Teilnehmern das Handwerkszeug von Grund auf beigebracht. In Fortgeschrittenen-Kursen geht es um spezielle Anwendungsbereiche, wie z. B. der Kleinfeld-Dosimetrie.

Ich überlege mir in Rücksprache mit großen, namhaften Wissenschaftlern immer wieder Themen, die die Medizinphysiker-Welt interessieren könnten und bei denen es wichtig ist, Information und Erfahrung zu teilen. Dadurch kommen wir unseren Kunden näher als nur durch den reinen Vertrieb – sie sind häufig auch dankbar, ein bisschen an die Hand genommen zu werden. Die Zeit in den Kliniken für die Dosimetrie-Ausbildung ist nämlich meistens sehr knapp.

Am meisten schätze ich, dass ich all das, was ich damals als Kunde gerne gehabt hätte, nun bei PTW realisieren darf. Das, was meiner Ansicht nach auf dem Markt fehlt, kann ich ins Leben rufen.

Ich empfinde es als Vorteil, meine Berufserfahrung aus der Klinik bei PTW einbringen zu können. Wenn man beide Seiten kennengelernt hat, muss man sich nicht immer nur vorstellen, was sein könnte bzw. was wichtig wäre. Man kennt die Anwendungen aus der Praxis, weiß, worauf es ankommt, und hat es im Blut, wenn es darum geht, neue Produkte zu entwickeln.

Als ich bei PTW angefangen habe, war ich der erste Medizinphysiker. Mittlerweile sind wir ein junges, dynamisches Team und arbeiten Hand in Hand. Ich habe relativ große Handlungsfreiheit bei meinen Tätigkeiten. Die Geschäftsführung unterstützt mich dabei und stärkt mir den Rücken.

Für mich war es sehr hilfreich, das Thema Strahlentherapie von allen Seiten betrachten zu können: bei einem Hersteller von Linearbeschleunigern, als Medizinphysiker in der Klinik und jetzt bei einem Hersteller für Dosimetrie. Das war mein Erfolgsgarant, überall eine Tür zu öffnen und schauen zu können, wie dasselbe Thema aus unterschiedlichen Perspektiven angegangen wird, vor allem was sich im Laufe der Zeit geändert hat. Ich befasse mich damit schon seit 20 Jahren, und es hat sich unglaublich viel getan - in jeder Hinsicht.

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