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Karrieregeschichten bei PTW

Alena Treyer

Verwaltung

Mein Name ist Alena Treyer, ich bin 24 Jahre alt und komme ursprünglich aus Pfaffenweiler, wohne mittlerweile jedoch in Schallstadt (falls das relevant sein sollte). Seit September 2019 bin ich Teil der PTW-Familie. Aktuell arbeite ich in der Buchhaltung und unterstütze zusätzlich das Controlling.

Mein Job ist sehr abwechslungsreich und vielseitig. Mein Schwerpunkt liegt in der Kreditorenbuchhaltung – dabei prüfe, buche und bezahle ich die Eingangsrechnungen unserer Lieferanten. Zum Monatswechsel bereite ich außerdem verschiedene Aufgaben für den Monatsabschluss vor. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Personalzeiterfassung. Neben erfassen und korrigieren von Arbeitszeiten, Pausen und Abwesenheiten stellen wir Zeitdaten für die Entgeltabrechnung bereit und erstellen Statistiken für die Führungskräfte, HR und Controlling. Aktuell unterstütze ich zusätzlich das Controlling, was meine Tätigkeit nochmal vielseitiger macht: Ich erstelle Berichteund Statistiken und bin für zwei unserer Tochterunternehmen mitverantwortlich.

Ich bin über meinen Bruder Jannic Treyer zur PTW gekommen. Er hat hier seine Ausbildung zum Industriemechaniker absolviert – und wie das mit großen Brüdern so ist, dienen sie oft als Vorbild. So habe auch ich mich für eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei PTW entschieden. Nach meinem Abschluss im Jahr 2022 arbeitete ich zunächst im Einkauf. Im Jahr 2023 wechselte ich schließlich in die Buchhaltung, wo ich bis heute tätig bin.

Durch verschiedene Vorgesetzte wurde mir relativ früh klar, dass ich mir meine Zukunft als Führungskraft vorstellen kann. Mein Ziel ist es, Mitarbeitende später genauso zu fördern und zu fordern, wie ich es selbst erleben durfte/darf. Um dafür fachlich gut aufgestellt zu sein, habe ich 2023 die Weiterbildung zur Bilanzbuchhalterin begonnen. Diese Weiterbildung parallel zum Arbeitsalltag zu meistern, war eine große Herausforderung. Dank der Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen, Führungskräften und PTW als Unternehmen habe ich im Februar 2026 die Prüfung erfolgreich abgeschlossen. Dafür bin ich sehr dankbar. Jetzt geht es für mich darum, das Gelernte in der Praxis umzusetzen – denn man lernt nie aus.

Besonders schätze ich die flachen Hierarchien und das Arbeiten auf Augenhöhe. Die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen macht Spaß, da gegenseitiges Verständnis und Unterstützung an erster Stelle stehen.

 

Was ich an der Arbeit hier besonders mag, ist die unterstützende Atmosphäre. Jeder hilft jedem und man arbeitet wirklich als Team. Dazu kommt, dass die Aufgaben Abwechslungsreich sind und es nie langweilig wird.

Mich motivieren vor allem meine Arbeitskollegen. Außerdem macht die Abwechslung in meinem Job jeden Tag aufs Neue Spaß.

Marc Damrau

Head of Education & Training

Als ich mich für ein Studium entschied, gab es das Studienfach Medizinische Physik noch nicht. Daher nahm ich zunächst ein ganz ‚normales‘ Physikstudium auf. Erst während der Promotion bin ich mit der Medizinphysik in Berührung gekommen - aufgrund einer Erkrankung im familiären Umfeld. Dadurch habe ich die Strahlentherapie kennengelernt und erfahren, dass in diesem Bereich auch Physiker tätig sind. Das war für mich persönlich der Startpunkt, um mich mit Medizinphysik zu beschäftigen, denn diese Anwendung hat mich fasziniert. Parallel zur Promotion habe ich daraufhin ein Fernstudium „Medizinische Physik und Technik“ an der TU Kaiserslautern begonnen.  

Noch während der Promotion erhielt ich das Angebot, mich in der Strahlentherapie der Frankfurter Uniklinik zum Medizinphysik-Experten ausbilden zu lassen. Insgesamt habe ich 15 Jahre in Kliniken gearbeitet, die letzten 9 Jahre bis 2012 als leitender Medizinphysiker in der Strahlentherapie im Klinikum der Stadt Hanau. Dann kam schließlich der Punkt, an dem ich der Klinik den Rücken kehren wollte, um meine klinische Erfahrung bei der Entwicklung von Messmitteln für die Qualitässicherung einzubringen. Da ich mein gesamtes Medizinphysiker-Berufsleben mit PTW-Produkten gearbeitet hatte, kannte ich diese bereits sehr gut und habe mich gefreut, bei PTW eine Stelle angeboten zu bekommen.

Begonnen habe ich bei PTW als Produkt-Spezialist. Nach drei Jahren übernahm ich als Sales Manager dann die Verantwortung für die Vertriebsgebiete USA und Kanada. Dabei habe ich festgestellt, dass mir die klinische Anwendung und das Erklären unserer Produkte viel mehr liegen. Bereits in der Uniklinik hatte ich medizinisch-technische Radiologie-Assistenten (MTRAs) unterrichtet. Daher kam mir der Gedanke, bei PTW ein Applikations-Team zu gründen, um unsere Kunden zu unterstützen und interne Trainings für unseren Vertrieb, aber auch für die Applikations-Spezialisten in unseren Niederlassungen weltweit anzubieten.

Meine Idee ist bei der Geschäftsführung auf offene Ohren gestoßen: Seit Anfang 2020 leite ich jetzt die Abteilung „Education and Training“. Zum Aufgabenbereich gehören nicht nur die Definition und Ausarbeitung von Schulungsinhalten, sondern auch die Optimierung der technischen Umsetzung. Unser Repertoire ist inzwischen sehr umfangreich: So bieten wir neben Präsenzveranstaltungen auch Online-Demos und -Trainings, Webinare, Tutorials und Podcasts an. Da wir die Veranstaltungen teilweise auch selbst organisieren, finde ich die Tätigkeit sehr abwechslungsreich.

Ich mag es vor allen Dingen, dass ich sehr frei in meinen Entscheidungen bin und viele eigene Ideen einbringen oder auch Ideen von Kollegen umsetzen kann. Da bin ich wenig eingeschränkt. Nach wie vor schätze ich den unmittelbaren Kontakt zu unseren Kunden. Es macht mir Spaß, mit Kollegen aus den Kliniken, die ich zum Großteil noch aus meiner klinischen Zeit gut kenne, zusammenzuarbeiten und ihnen zu helfen. Ich mag die Verbindung zwischen dem klinischen Alltag und der Anwendung unserer Produkte auf hohem Niveau.

In der Klinik hat mich die angewandte Physik immer fasziniert und dass man gemeinsam mit den Ärzten dazu beitragen kann, die Behandlung der Patienten zu optimieren. Auf der anderen Seite kann die individuelle Auseinandersetzung mit den Patienten auf Dauer sehr belastend sein. Insbesondere dann, wenn es nicht gelingt, ihnen zu helfen.

Die Motivation eines Medizintechnikherstellers ist es, Produkte so zu optimieren, dass ihre Anwendung immer einfacher wird und sie die Anforderungen und Aufgaben in der Klinik tatsächlich erfüllen. Dies erfordert neben technisch-physikalischem Wissen und Verständnis auch kontinuierliches Feedback aus der Klinik. Ein sehr schöner Aspekt dabei ist es, in einer Gruppe zu arbeiten, in der alle Beteiligten an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander arbeiten, weil unterschiedliche Interessen bestehen.

Ich schätze sehr die flachen Hierarchien sowie die starke Kommunikation und die kurzen Entscheidungswege. Außerdem mag ich die Kollegen. Wir sind eine sehr gute Truppe bei PTW, und es macht mir großen Spaß, hier zu arbeiten.

Ohne klinische Erfahrung geht es meines Erachtens nicht. Daher würde ich auf jeden Fall empfehlen, erst einmal ein paar Jahre in der Klinik zu arbeiten, bevor man in die Industrie wechselt. Die klinische Erfahrung ist ein essentieller Teil des Medizinphysiker-Daseins. Wenn man diese Luft nicht geschnuppert hat, kann man nicht wirklich spüren, was es für Nöte und Notwendigkeiten in der Klinik gibt. Man muss die Sprache der Klinik verstehen, um herauszufinden, wo der Schuh drückt.

Zahra Azadi

Electronical Test Field

Mein Name ist Zahra Azadi und ich bin Teil der Produktion. Als Elektronikerin sorge ich gemeinsam mit Prüffeld Team dafür, dass alle Geräte geprüft sind, bevor sie zum Kunden gehen.

Ich arbeite als Prüferin und bin dafür verantwortlich, dass alle Geräte auf ihre Funktionalität und Sicherheit zu Testen. Bei Problemen analysiere ich die Ursachen und behebe die Fehler durch gezielte Reparaturen.

Als ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich von duale Ausbildungssystem erfahren und war direkt neugierig. Die Kombination aus Theorie und Praxis fand ich sehr spannend. Über die Seite die Arbeitsagentur bin ich auf die Firma PTW gestoßen. Ich wollte gerne in einem medizinischen Unternehmen als Elektroniker arbeiten, weil die Arbeit hier besonders präzis ist und direkt mit der Gesundheit von Menschen zu tun hat. Außerdem arbeitet man mit verschiedenen Geräten von kleinen bis zu größeren Geräten. Gleichzeitig finde ich es spannend, dass moderne medizinische Geräte viele verschieden Elektronische Komponenten kombinieren. währen meiner Ausbildung habe ich mehrere Abteilungen in Produktion kennengelernt und. Nach der Ausbildung habe ich zunächst in der Bestückung gearbeitet und Platinen bestückt und bin später ins Prüffeld gewechselt, wo ich heute tätig bin.

Was ich an der Arbeit hier besonders mag, ist die unterstützende Atmosphäre. Jeder hilft jedem und man arbeitet wirklich als Team. Dazu kommt, dass die Aufgaben Abwechslungsreich sind und es nie langweilig wird.

 

 

Mich motiviert jeder Tag, dass ich konkrete Ergebnisse sehe und Probleme lösen kann. Es ist ein gutes Gefühl, wenn ein Gerät am Ende wieder einwandfrei funktioniert. Außerdem freue ich mich jeden Morgen darauf, mit meiner Abteilung zusammenzuarbeiten.

Daniela Eulenstein

Research Scientist

Ich habe ein grundlegendes Physikstudium aufgenommen, ohne überhaupt zu wissen, dass es so etwas wie Strahlentherapie gibt. Meine Bachelorarbeit habe ich zunächst in experimenteller Physik begonnen, diese aber abgebrochen und nochmals neu angefangen – dieses Mal in der Arbeitsgruppe Medizinische Strahlenphysik von Professor Björn Poppe. Dieser Neuanfang war die beste Entscheidung meines Studiums! Ich war so begeistert von der Thematik, dass ich in der Arbeitsgruppe geblieben bin. Parallel zu meinem Masterstudium in Physik habe ich begonnen, im Pius Hospital in Oldenburg in der Strahlentherapie und Nuklearmedizin zu arbeiten.

Nach meinem Studium habe ich dann die Fachkunde zur Medizinphysik-Expertin erworben und als fachkundige Medizinphysikerin im Pius Hospital in Oldenburg gearbeitet. Parallel zu meiner Klinikarbeit war ich weiterhin Mitglied der Arbeitsgruppe von Professor Poppe und habe in der Zeit viel geforscht, war an Lehre beteiligt, habe zahlreiche Abschlussarbeiten betreut und meine Doktorarbeit geschrieben – mit und über PTW-Detektoren. 2018 habe ich dann „die Seiten gewechselt“ und arbeite seitdem als Research Scientist bei PTW.

Ich arbeite in der Abteilung Physikalisch-Technische Projekte als Research Scientist. Meine Aufgaben sind sehr vielseitig. Zum einen forsche ich für PTW, repräsentiere das Unternehmen in Forschungsprojekten und veröffentliche wissenschaftliche Fachartikel. Des Weiteren unterstütze ich das Produktmanagement und habe das Konzept für die modulare Phantom-Plattform RUBY entwickelt, die Produktrealisierung begleitet, die klinische Validierung durchgeführt und betreibe auch weiterhin das Produktmanagement für RUBY. Darüber hinaus bin ich in unserer Dosimetry School als Dozentin für Theorie und Praxis tätig und gebe auch interne Weiterbildungen.

Das Vielseitige schätze ich besonders. Mein Job ist sehr facettenreich und lässt sich flexibel gestalten. Ich mag den Kontakt und den Austausch mit vielen Kliniken auf der ganzen Welt. Ich kann aber auch außerhalb der Kliniken tätig sein und habe zum Beispiel schon für PTW am CERN gearbeitet – für mich eine große Ehre und tolle Erfahrung!

Mich fasziniert die Arbeit in der Klinik. Mit physikalischem Wissen lässt sich direkt Gutes tun, weil es zur Behandlung jedes einzelnen Patienten beiträgt. Direkt an der Therapie so vieler Patienten beteiligt zu sein, empfand ich als sehr erfüllend. In vielen anderen Bereichen der Physik ist man wesentlich weiter entfernt von der eigentlichen Anwendung.

Letztlich habe ich mich aber dazu entschieden, in die Industrie zu gehen, weil es hier mehr Möglichkeiten gibt: Durch meine jetzige Tätigkeit kann ich viel mehr Kliniken sehen und lernen, wie Strahlentherapie weltweit angewandt wird. Ich bin diesbezüglich neugierig und sehr interessiert daran, was es für verschiedene Ansätze gibt. Das Wissen kann wiederum in die Optimierung von PTW-Produkten einfließen. Meine Arbeit kann auf diese Weise ganz vielen Kliniken zu Gute kommen. Zwar habe ich jetzt viel weniger Patientenkontakt, was schade ist, auf der anderen Seite ist es aber auch positiv, weil man in der Klinik teilweise sehr belastende Schicksale mitbekommt. Davon ist man in der Industrie weit entfernt.

Durch meine Klinikerfahrung bin ich davon überzeugt, dass PTW die besten Produkte im Bereich der Strahlentherapie entwickelt und herstellt. Für mich kam von Anfang an nur PTW als Arbeitgeber in Frage, sollte ich der Klinik den Rücken kehren und in die Industrie gehen. Es war für mich auch sehr wichtig, dass ich nach diesem Schritt meine Forschung weiterhin betreiben kann, und ich schätze sehr, dass PTW mir das ermöglicht.

Meine Empfehlung ist es, erst in der Klinik zu arbeiten und danach in die Industrie zu gehen. Die umgekehrte Reihenfolge ist wahrscheinlich nicht so einfach. Wenn man seine vielseitige Klinikerfahrung in die Industrie einbringt, ist das für beide Seiten auch sehr wertvoll.

Jannic Treyer

Produktion

Mein Name ist Jannic Treyer. Ich habe bei PTW meine Ausbildung zum Industriemechaniker abgeschlossen und arbeite inzwischen seit insgesamt 10 Jahren im Unternehmen. Aktuell bin ich in der Werkstatt in Umkirch tätig und bediene dort große CNC-Maschinen.

Wir arbeiten im Zwei-Schicht-Modell, das wöchentlich zwischen Früh- und Spätschicht wechselt. Ich betreue ein Dreh- und Fräszentrum, an dem ich Bauteile für unsere Produkte fertige. Zu meinen Aufgaben gehört es, die CNC-Maschinen zu rüsten, einzufahren sowie die gefertigten Teile sorgfältig zu messen und zu kontrollieren.

Auf PTW bin ich damals über eine Stellenanzeige in der Zeitung aufmerksam geworden. Daraufhin habe ich die 3,5-jährige Ausbildung begonnen und wurde anschließend übernommen. Im Laufe der Zeit habe ich mehrere interne Weiterbildungen absolviert und bin heute zusätzlich als Ausbilder für Industriemechaniker tätig.

Mittlerweile arbeite ich an der größten Maschine in unserer Werkstatt, was mich besonders freut. Diese ist technisch anspruchsvoll und erfordert viel Wissen und Erfahrung.

Die Arbeit macht mir großen Spaß, da sie sehr abwechslungsreich ist. Besonders motivierend finde ich, am Ende des Tages zu sehen, was aus Rohmaterial alles entstehen kann.

 

Außerdem motiviert es mich, mit meiner Erfahrung dazu beizutragen, PTW weiter voranzubringen und Prozesse kontinuierlich zu optimieren.

Julia-Maria Osinga-Blättermann

Product Manager

Schon in der Schule fand ich den Physik-Unterricht sehr spannend. Nach meinem Abitur war ich mir zunächst nicht sicher, ob ich Medizin oder Physik studieren sollte. Ich habe daher recherchiert, welche Möglichkeiten es in beiden Bereichen gibt, und bin dabei auf den Studiengang Medizinische Physik an der Martin-Luther-Universität in Halle gestoßen. Das war für mich die perfekte Kombination beider Fächer.

Zu Beginn meiner Tätigkeit bei PTW habe ich mich mit einem neuen Trend in der Dosimetrie beschäftigt. Dafür habe ich mich mit der entsprechenden Technologie auseinandergesetzt, intensive Literaturrecherchen betrieben, mich mit Forschungsgruppen getroffen und Kundenbedürfnisse analysiert. Es ging darum, herauszufinden, ob wir ein solches Produkt bei PTW entwickeln und anbieten wollen. Aufgrund der von mir erarbeiteten Ergebnisse hat sich PTW dann entschlossen, in diese Richtung zu gehen.

Bei meinem zweiten Projekt ging es um hochpräzise Strahlentherapie, die Stereotaxie. Hier habe ich erste Prototypen für das Stereotaxie-Phantom „Ruby“ entwickelt, das wir Anfang 2020 auf den Markt gebracht haben.

Ich finde es spannend, mich in neue Technologien reinzufuchsen. Die Zeit und die Freiheit zu haben, mich damit intensiv auseinanderzusetzen und mich mit internationalen Forschungsgruppen und Experten aus der Klinik zu treffen und auszutauschen, schätze ich sehr. Es ist viel Eigeninitiative und Kreativität gefragt, was mir sehr gefällt.

Einen Einblick in den Klinikalltag habe ich während meiner studienbegleitenden Praktika erhalten. Die Arbeit in der Klinik ist anspruchsvoll, aber gleichzeitig auch von Routine und teils von Schichtbetrieb geprägt. Deshalb stand für mich nach meiner Promotion fest, in die Industrie zu gehen und Medizinprodukte zu entwickeln.

Ich mag den hohen Anspruch von PTW an Präzision und Messgenauigkeit. Das ist aus meiner Sicht sehr wertvoll, und ich kann mich damit sehr gut identifizieren. Ich finde es auch toll, dass sich alle Abteilungen, einschließlich der Produktion, in und um Freiburg befinden. Man kann sich so mit allen Kollegen direkt austauschen und dadurch sehr produktiv sein. Bei PTW herrscht eine familiäre Atmosphäre mit flachen Hierarchien, was den alltäglichen Umgang miteinander sehr angenehm macht. Ich habe bei PTW auch relativ viel Freiraum, was die Einteilung der Arbeitszeit betrifft. So kann ich Familie und Beruf gut unter einen Hut bekommen und weiterhin eine anspruchsvolle Tätigkeit ausüben.

Welche Aufgaben ein Medizinphysiker in der Strahlentherapie oder in der Forschung übernimmt, war mir grundsätzlich bekannt. Wie die Arbeit eines Medizinphysikers in der Industrie aussehen kann, kannte ich hingegen nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es anderen auch so geht. Ich habe damals regelmäßig an Konferenzen teilgenommen, beispielsweise an der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik. Auf der Industrieausstellung habe ich die Aussteller dann direkt auf Tätigkeiten von Medizinphysikern in ihren Unternehmen angesprochen. So habe ich sehr viel erfahren, und das würde ich auch anderen empfehlen. Daraus kann sich nicht nur die Gelegenheit für ein Praktikum ergeben, auch für die Jobsuche können solche Kontakte Gold wert sein.

Oliver Schrenk

Head of Customer Success Management

Zur Medizinphysik bin ich etwas auf Umwegen gekommen: Während der Schulzeit habe ich beschlossen, dass ich gern etwas in Richtung Medizintechnik machen würde. Das habe ich getan und Medizintechnik studiert – dort habe ich mich in der Physik am wohlsten gefühlt. Deshalb habe ich auf den Bachelor in Medizintechnik den Master in Medizinphysik aufgesetzt. In diesem Bereich bin ich hängen geblieben und habe meine Ausbildung in einer Promotion vertieft.

Seit Mitte 2024 habe ich eine Position in einem für PTW neuen Bereich, dem Customer Success Management. Diese Abteilung leite ich und bin dabei sie aufzubauen. Hier versuchen wir Kunden proaktiv zu unterstützen, nachdem Produkte und Lösungen bei uns gekauft wurden. Wir unterstützen zum Beispiel bei der Installation, der Kommissionierung und der klinischen Inbetriebnahme. Das Ziel ist, dass unsere Kunden PTW-Lösungen möglichst schnell im klinischen Alltag nutzen können. Ich habe dadurch intensiven Kontakt zu den Kunden, aber auch zum Kundenumfeld – etwa in Gesprächen mit Drittanbietern – und unterstütze bei technischen und physikalischen Fragen.

Der enge Kontakt mit den Kundinnen und Kunden ist super spannend – Gespräche und Diskussionen finden auf Augenhöhe von Medizinphysiker zu Medizinphysiker statt. Ich kann das Know-how der Firma und von mir persönlich sehr gut einbringen, sodass die Kunden, die unsere Produkte nutzen, einen großen Mehrwert davon haben.

Ich habe in der Klinik gearbeitet sowohl in der Forschung als auch in der Praxis. In der Klinik wird die Arbeit durch den laufenden Betrieb von vielen Parametern beeinflusst. Da gibt es enge Zeitfenster, etwa wenn Arbeiten an einem Gerät zu verrichten sind, das den ganzen Tag genutzt wird, um Patienten zu behandeln. Zudem sind Probleme meist kurz und akut: Wenn ein Beschleuniger ausfällt, muss man schnell sein und kurzfristig agieren, weil Patienten involviert sind. In der Industrie sind die Probleme und Fragestellungen hingegen oft langfristiger. Das kann Vor- und Nachteile haben. Was jedoch ein eindeutiger Vorteil ist, ist aus meiner Sicht die größere Freiheit in der Industrie. Während ich mich im klinischen Alltag an bestimmte Routinen und Vorgaben halten musste, habe ich in der Industrie mehr Freiraum, kann meine Arbeit individueller gestalten und eigene Ideen besser einbringen. In meiner vorherigen Position als Produktmanager sind Produkte nach meinen Vorschlägen entstanden, die ich heute beim Kunden betreuen darf.

Ich wollte aus der Klinik in die Industrie gehen und PTW ist, wenn man als Medizinphysiker arbeitet, sehr präsent und hat einen äußerst guten Ruf. Die meisten Produkte, die man kennt, die man verwendet, kommen von PTW. Was ich hier schätze, sind die flachen Hierarchien, die direkten Wege. Ich habe Kontakt zu vielen Bereichen in der Firma, der Umgang ist sehr freundschaftlich, unkompliziert und familiär. Zudem wird mir eine große Flexibilität eingeräumt. Ich habe wenige Beschränkungen, was meine Arbeitszeit betrifft. Und durch mobiles Arbeiten kann ich auch meist den Arbeitsort wählen. Das kommt mir und meiner Familie sehr entgegen.

Aus meiner Sicht ist die Ausbildung von großer Bedeutung, unabhängig davon, ob man später in einer Klinik oder in der Industrie arbeitet. Dafür sollte man sich ausreichend Zeit nehmen. Es gibt zwar Möglichkeiten, bei denen man schnell fertig ist und sofort Verantwortung übernehmen kann, aber ich würde empfehlen, sich die Zeit für eine umfassende Ausbildung zu nehmen. So hat man eine solide Grundlage, auf der man später gut aufbauen kann. Zudem sollte man versuchen flexibel zu bleiben. Vor allem in der Klinik, aber auch in der Industrie, kann man schnell in Routinen versinken. Das lässt sich verhindern, indem man offen für neue Herausforderungen und Ideen bleibt.

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